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  sprachverständnisstörung
  Dysgrammatismus ist eine Störung im Erwerb und Gebrauch der Grammatik d.h. der Wort- und Satzbildung, bei denen Kinder nicht in der Lage sind, morphologisch und syntaktisch Sätze
entsprechend ihrer Bezugssprache altersgemäß zu bilden.

Der Dysgrammatismus tritt häufig in Verbindung mit anderen Störungen z.B. Dyslalie und/oder eingeschränktem Wortschatz, eingeschränktem Sprachverständnis auf und wird dann zu den
Sprachentwicklungsstörungen gezählt.
 
 
Mögliche Ursachen:
   
sensorische Integrationsstörungen (Probleme mit der Körperkoordination)
    geringe verbale Kommunikation
    allgemeine Entwicklungsverzögerung
   
Hörstörungen
    Verkürzte Hör-Merk-Spanne - trotz intakten Gehörs kann das Kind sich nur
eine kurze Zeit merken, was es gehört hat
     
Mögliche Symptome:
   
Störung der Subjekt- Verb- Kongruenz:
Das Kind erkennt nicht, dass das Subjekt das Verb kontrolliert
Bsp.: Statt „Du gehst“ wird „Du gehen“ gebildet
    Falsche Kasusmarkierung:
Die Beziehung des Nomen im Satz wird nicht erkannt
Bsp.: Statt „Ich gehe gerne in die Schule“ wird „Ich gerne in Schule gehen“ gebildet
   
Falsche Genusmarkierung:
Durch die Genusmarkierung wird das Geschlecht eines Nomen angezeigt
Bsp.: Statt „die Schule“ wird „das Schule“ gesprochen
   
Falsche Pluralmarkierung:
Das Kind muss im Laufe des Spracherwerbs für jedes Wort das Pluralmerkmal erlernen,
da es im deutschen keine Regelmäßigkeit gibt
Bsp.: Statt „der Ball“ (Einzahl) wird „die Ballse“ (Mehrzahl) gebildet
   
Falsche Verbstellung im Hauptsatz:
Das Verb im deutschen steht immer an zweiter Stelle.
Bei Kindern mit einer Sprachentwicklungsstörung kommt es häufig zu einer
Verbendstellung
Bsp.: Statt „ Ich möchte den Ball“ wird „Ich Ball möchte“ gebildet